St. Paulus

Alter Friedhof

Die Buchholzer hatten einen Friedhof, bevor sie eine Kirche hatten: Schon 1864 vollzogen sie diesen ersten Schritt der Abtrennung von der Kirchengemeinde Hittfeld, auf deren Friedhof man viele Jahrhunderte lang die Buchholzer Verstorbenen beerdigt hatte. So sind auf dem Alten Friedhof – zwischen Friedhofstraße, Parkstraße und Königsberger Straße gelegen – noch die Familiengrabstätten der „alten“ Buchholzer, Steinbecker und Vaenser Familien zu sehen. Im Unterschied zu den alten Friedhöfen vieler anderer Städte darf dieser Friedhof aber weiterhin belegt werden und wird auch oft gewählt wegen seiner schönen Anlage und seiner stadtnahen und verkehrsgünstigen Lage.

Die Kapelle

Die Kapelle auf dem Alten Friedhof wurde von dem Architekten Herbert Schneider entworfen, der auch das Mausoleum des Kaffeerösters Richard Schmidt gebaut hat. Die Weihe der Friedhofskapelle fand am 15. Juli 1928 statt.

Im Sommer 2016 wurde die Kapelle auf dem Alten Friedhof umfassend renoviert. Nun sie ist schöner als je zuvor! Dach, Heizung, Beleuchtung und Innen-Anstrich wurden erneuert. Farben und Licht lassen einen Eindruck vom Gold-Glanz der Ewigkeit entstehen.

Soldatengräber und Gräber polnischer Zwangsarbeiter

Auf diesem Friedhof ruhen insgesamt 65 Tote des Zweiten Weltkrieges und der Nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in 2 Gräberfeldern.
Im Einzelnen:

Gräberfeld vor der Friedhofskapelle mit 48 deutschen Soldaten verschiedenster Truppengattungen von Heer, Luftwaffe, Marine und Waffen-SS, davon 9 Unbekannte. Sie starben in Buchholzer Lazaretten 1944 und 1945, auch nach Kriegsende an ihren Verwundungen oder wurden nach den Kampfhandlungen tot aufgefunden und hier bestattet.

Reihengrabanlage mit 17 Zwangsarbeitern am Friedhofsrand links von der Kapelle - 1 belgischer, 1 jugoslawischer, 1 griechischer, 5 polnische, 3 tschechische und 6 ehem. sowjetische Staatsbürger. Sie starben in den Jahren 1942 - 1945.

(Quelle: Volksbund.de)